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Mystische Wanderungen

Kraftorte, das sind Orte, an denen man sich spontan wohlfühlt, an denen etwas  ins Schwingen kommt. Wir spüren ein Erwachen der Lebensenergie. Inspiration, Weite und Freiheit beflügeln unseren Geist. Wir können für einen Augenblick  der Stille zuhören, in der vielleicht gerade eine lieblich sprudelnde Quelle sich unseren Ohren offenbart, eine verzauberte Lichtung sich öffnet, ein uralter Baum oder ein moosbewachsener Findling auftaucht. Manchmal wurde an diesen Plätzen eine Kapelle gebaut oder ein Stein behauen.

Die Felsbilder der Val Camonica

Eine etwa dreistündige Autofahrt ins Val Camonica müssen wir in Kauf nehmen. Über den Nonsberg und Tonalepass nach Edolo wo das, südwärts ziehende Val Camonica beginnt und bis zum Iseosee in die Brescianer Ebeme reicht. Es bedarf keiner Bergausrüstung – wer gerne filmt und fotografiert sollte genügend Filmmaterial mitnehmen bei der Fülle an Motiven. In Capodiponte und dessen Umbebung finden die Felsgravuren ihre größte Verdichtung. Man findet Felszeichnungen zwar über den gesamten Alpenraum verstreut, man kann das Camonica-Tal mit gutem Recht als eines der Zentren alpiner Felsgravuren bezeichnen. Hier an den von eiszeitlichen Gletschern glatt geschliffenen Felsen kennt man etwa300.000 Zeichnungen von Tieren, Menschen, Symbolen und Gegenständen. Sie wurden in einem Zeitraum vom 8. Jahrtausend v. Chr. bis ins Mittelalter von den Bewohnern angebracht, die meisten aber werden der Eisenzeit (1. Jahrtausend v. Chr.) zugerechnet. Die Bewohner des Camonica-Tales dieser Zeit werden als Camunnen bezeichnet, sie lebten von der Jagd, der Landwirtschaft, Handwerk und Handel. Sie konnten Metall verarbeiten, bauten Häuser aus Stein und Holz und konstruierten einfache Geräte wie Karren, Pflüge, Webstühle und Treppen. Außerdem pflegten sie auch Kontakte zu anderen europäischen Kulturen wie den Etruskern, Kelten und Römern. (Quelle sagen.at)

http://www.rupestre.net/alps/valcamonica.html

Veröffentlicht am 16. November 2010
um 23:17 von b@b@

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